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| Böfflamott -Geschichte
Als die Zeit des kleinen Mannes mit dem großen Hut zu Ende ging, stellte sich Bayern flugs auf die Seite seiner Gegner und konnte so grade noch das „althergebrachte“ Königtum retten. Was außer der Königswürde verblieb waren eine nicht näher bekannte Anzahl von Schreihälsen bayerisch-französischer Provenienz, eine gewisse Sprachfärbung und einige Teile der französischen Küche- was will man mehr? Das Ganze hat sich gelohnt! Und so können wir Ihnen heute einen absoluten Klassiker vorstellen: Nun muss man dazu sagen, dass es hier auch ganz verschiedene Arten der Zubereitung gibt. Ursprünglich in Rotwein eingelegt, wurde in Franken natürlich Weißwein verwendet und manch einer behauptet der profane Sauerbraten, die norddeutsche Variante in Essig eingelegt -was sonst?- habe auch irgendwas damit zu tun... Jedenfalls haben wir uns für Rotwein entschieden und sind sehr sehr gut gefahren... Das Gute ist, dass man dieses Gericht optimal vorbereiten kann. Hat man
also Gäste bietet es sich förmlich an. Einfach nur in den Ofen
rein ziehen lassen und servieren. Sie haben alles Zeit zum Ratschen oder
können sich ganz einer schönen Vor- oder Nachspeise widmen. Böfflamott Zutaten für 4 Personen Das Böfflamot ist ein Gericht aus der Napoleon-Zeit und hauptsächlich in Bayern bekannt. Schmeckt sensationell und ist einfach zu machen, auch für Anfänger geeignet. Ein Riesen-Klassiker. Das Fleisch: flache Rinderschulter vom Metzger, wenn da Flachsen drin sind machts nix weil die werden dann weich und geben dieses Gelee- eigentlich das allerbeste Für die Marinade: 1 EL Puderzucker 1 Flasche kräftigen Rotwein 1,5 kg flache Rinderschulter
Für den Braten: 100 g Knollensellerie 4 mittelgroße Zwiebeln 80 g Karotten 2 EL Öl 1 EL Tomatenmark 2 EL Cognac ½ l Hühnerbrühe ½ TL schwarze Pfefferkörner ½ TL Pimentkörner 1 cm Zimtrinde 2 Zacken Sternanis 1 Lorbeerblatt 5 angedrückte Wacholderbeeren 2 Scheiben Ingwer 1 Streifen unbehandelte Orangeschale 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale ½ Knoblauchzehe 2 TL Puderzucker 50 ml Rotweinessig 40 g kalte Butter Salz 1 Prise Zucker 1 Prise Cayennepfeffer
Zubereitung:
Für Marinade den Puderzucker in einem Topf bei milder Hitze hell karamellisieren lassen, mit Rotwein ablöschen, einmal aufkochen und auskühlen lassen. Die Rinderschulter von der Marinade bedeckt 3 Tage im Kühlschrank einlegen.
Am Essenstag Gemüse schälen und grob würfeln. Rinderschulter aus der Marinade nehmen und mit Küchenkrepp trocknen. Die Marinade auf ein Drittel einköcheln lassen. Dabei aufsteigenden Schaum abschöpfen.
Die Rinderschulter in einem Topf bei mittlerer Hitze im Öl von allen Seiten anbraten. Aus dem Topf nehmen, Tomatenmark hineingeben und kurz darin anschwitzen. Mit Cognac ablöschen, Marinade und Hühnerbrühe dazugeben. Fleisch und Gemüse zufügen. Bei geschlossenem Deckel ca. 3 Stunden knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen.
Pfefferkörner, Pimentkörner, Zimtrinde, Sternanis, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Ingwer, Orangen- und Zitronenschale und Knoblauch für weitere 30 Minuten dazugeben.
Rinderschulter aus der Sauce nehmen. Sauce durch ein Sieb gießen, dabei Gemüse etwas ausdrücken und Sauce nochmals einköcheln lassen.
Puderzucker bei mittlerer Hitze in einer Pfanne karamellisieren, mit Essig ablöschen und sirupartig eindicken lassen. Pfanne von der Platte nehmen und die kalte Butter unterrühren. Die Sauce mit der Essigreduktion, Salz, Zucker und Cayennepfeffer abschmecken.
Das Böfflamott in Scheiben geschnitten mit der
Sauce genießen. Dazu passen hervorragend Serviettenknödel,
Spätzle und Blaukraut.
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